{"id":91,"date":"2007-07-01T21:31:49","date_gmt":"2007-07-01T21:31:49","guid":{"rendered":"http:\/\/emptybowls.de\/?p=91"},"modified":"2018-12-20T11:59:09","modified_gmt":"2018-12-20T11:59:09","slug":"empty-bowls-projekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/emptybowls.de\/?p=91","title":{"rendered":"Ein Empty Bowls Projekt von Christoph M\u00f6ller"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.kalkspatz.de\">Referat \u00fcber ein Empty Bowls Projekt anl\u00e4sslich des 8.kalkspatz-Symposiums&nbsp; 2007 in M\u00fcnchen&nbsp;<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"194\" height=\"284\" src=\"http:\/\/emptybowls.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/christophjpg_Page1_Image1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-145\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich will mich kurz vorstellen:  ich hei\u00dfe <strong>Christoph M\u00f6ller<\/strong>, bin Keramiker, lebe in Diessen am Ammersee und arbeite seit \u00fcber 30 Jahren mit Ton, seit einigen Jahren unterrichte ich auch und gebe Kurse.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Zu Beginn meiner Selbstst\u00e4ndigkeit habe ich viele Jahre Gebrauchsgeschirr in gro\u00dfen Serien gemacht. In den letzten Jahren hat sich mein T\u00e4tigkeitsschwerpunkt mehr in Richtung  freier k\u00fcnstlerischer Arbeiten bewegt, die aber immer einen Bezug zum Gef\u00e4\u00df behalten haben.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Seit einiger Zeit suche ich  nach M\u00f6glichkeiten diese beiden Bereiche st\u00e4rker miteinander zu verbinden. Das bedeutet, Dinge zu machen, die man einerseits ber\u00fchren und verwenden kann, die aber andererseits auch etwas  Seelisches und Geistiges ansprechen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass ist auch der Grund daf\u00fcr, dass  das Wort  EMPTY BOWLS, als ich es das erste Mal geh\u00f6rt habe, sofort etwas in mir  ausgel\u00f6st hat und mir die Idee so gut gef\u00e4llt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn des Referats will ich  kurz darstellen worum es bei der Idee der Empty Bowls geht obwohl das eigentlich \u00fcberfl\u00fcssig zu sein scheint, wenn ich die vielen sch\u00f6nen Schalen sehe die hier stehen. Dann will ich  auf einige Aspekte  eingehen, die f\u00fcr mich dazubeitragen,  dass jede Empty Bowls Aktion, an der ich selbermitgemacht habe und von der ich geh\u00f6rt habe  ein Erfolg war und den Menschen, die daran beteiligt waren,  wirklich Freude gebracht hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss will ich noch von einem Projekt berichten, das ich im vergangenen halben Jahr mit Jugendlichen einer evangelischen Kirchengemeinde in Diessen durchgef\u00fchrt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>EmptyBowls ist eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr alle, die mit Ton arbeiten pers\u00f6nlich und sehr direkt mitzuhelfen den Hunger  an einemkonkreten Ort in der Welt zu lindern. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine EB \u2013 Aktion l\u00e4uft so ab, dass T\u00f6pfer, oder auch Sch\u00fcler, Studenten, Jugendgruppen oder Teilnehmer eines Keramikkurses  Schalen herstellen. Diese Schalen  stiften sie f\u00fcr ein Essen,  zu dem sie andere Menschen einladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede dieser Schalen wird mit einem kleinen Stempel versehen, der wiederum das  Symbol einer Schale darstellt  wodurch diese Schale als EBSchale erkennbar bleibt und auch auf den Zusammenhang verweist, indem sie entstanden und erworben wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei dem Essen sucht sich jeder eine Schale aus, bekommt sie mit Suppe gef\u00fcllt und nimmt an dem gemeinsamen Essen teil. Im Tausch f\u00fcr Schale und Suppe gibt jeder einen bestimmten Betrag. <\/p>\n\n\n\n<p>Der gesamte Erl\u00f6s kommt einem Projekt zu Gute, das mithilft den Hunger zu lindern. \u00dcber dieses Projekt gibt  es im Rahmen des Essensmeistens auch Informationen. Diejenigen, die das Ganze organisieren k\u00f6nnen ganz frei bestimmen, was Suppe und Schale kosten sollen und wohin das Geld gespendet werden soll. Erfahrungsgem\u00e4\u00df sind es Projekte zu denen es eine ganz pers\u00f6nliche und direkte Verbindung gibt. <\/p>\n\n\n\n<p>Oft ist es so, dass jemand, der selber in dem Projekt engagiert ist, pers\u00f6nlich anwesend ist,  berichten und Fragen beantworten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Einzige worum die Initiatoren der Idee  bitten, ist, dass man \u00fcber Fax oder Internet die Veranstaltung und Ihren Erl\u00f6s mitteilt.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Initiatorensind \u00fcbrigens drei amerikanische T\u00f6pfer, darunter Paulus Berensohn den manche von Euch vielleicht \u00fcber sein wie ich finde sehr empfehlenswertes Buch Dialoge mit Ton kennen. Er kam vor drei Jahren zum T\u00f6pfermarkt nach Diessen und hat dort in einem  Vortrag \u00fcber seine Arbeit erw\u00e4hnt, dass er neben seiner Kursarbeit einen gro\u00dfen Teil seiner Zeit der Unterst\u00fctzung von EB Projekten widmet. Von ihm haben wir umgehend auch unser Starterpaket bekommen, Texte mit Anregungen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung  von EB Aktionen dabei auch ein kleiner Stempel und in einem Plastikbeutelchen ein paar Br\u00f6selchen amerikanischen Ton, die, wie es hei\u00dft, von der ersten EB Aktion Anfang der  Neunziger Jahre stammen. Wer Interesse an einem solchen Starterpaket hat kann sich gerne nachher an mich wenden oder sich hier in eine Liste eintragen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun will ich auf einige Aspekte eingehen, die meiner Meinung nach besonders dazu beitragen, dass  sowohl die, die die  Schalen machen als auch die, die die Suppe kochen und auch die, die an dem Essen teilnehmen hinterher das Gef\u00fchl haben, dass sie eine wirkliche Bereicherung erfahren haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Grund liegt f\u00fcr mich darin, dass Geben und Bekommen sich in einem wirklichen Ausgleich befinden. Es geben alle, aber es bekommen auch alle etwas zur\u00fcck und zwar nicht in der Form, dass man eher anonym Geld spendet und daf\u00fcr Dank erf\u00e4hrt, sondern so, dass jeder einzelne eine sehr pers\u00f6nliche,  sinnliche und direkte  Erfahrung macht, dabei sich mit anderen Menschen  verbindet um anderen Menschenzu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die T\u00f6pfer selber ist es oft eine neue Erfahrung, dass sie mit ihrerArbeit ganz konkret Hilfe leisten k\u00f6nnen. Auch ist es etwas Neues, das, was sie als T\u00f6pfer ganz allt\u00e4glich machen, n\u00e4mlich Schalen f\u00fcr den Gebrauch und f\u00fcr den Verkauf, f\u00fcr diesen ganz anderen Zusammenhang zu machen.  Paulus Berensohn hat von einem amerikanischen T\u00f6pfer erz\u00e4hlt, der seit vielen Jahren zu Beginn seiner Arbeit am Morgen eine Schale dreht, die er f\u00fcr ein EB Essen stiftet. Ich stelle mir vor, dass diese kleine Arbeit am Morgen auf den Tag und auch auf die andere Arbeit ausstrahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Menschen, die nicht beruflich mit Ton arbeiten steht oft die Freude beim Machen und der Stolz \u00fcber das Gelingen im Vordergrund. Oft sind die aufgebauten oder gedr\u00fcckten Schalen ja auch von einem ganz besonderen Reiz weil in ihnen die Spuren der Handarbeit und die konzentrierte Bem\u00fchung besonders sp\u00fcrbar sind. Eine gro\u00dfe Best\u00e4tigung ist es dann auch mitzuerleben mit wie viel Freude und Aufmerksamkeit die G\u00e4ste die Schalen ausw\u00e4hlen.  .\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>Geben und Bewahren sind ja auch die beiden urspr\u00fcnglichen Gesten der Schalenform. Und so dr\u00fcckt sich in dem ganzen Geschehen bei einem EBProjekt sehr viel vom Wesen der Schale selber aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn es letztlich darum geht dass m\u00f6glichst viel Geld gespendet wird, so ist es f\u00fcr mich eine weitere Besonderheit, dass  bei der Durchf\u00fchrung eines EB Projekts eigene oder kommerzielle Interessen keine Rolle spielen. Der gesamte Erl\u00f6s soll der Hungerhilfe zu Gute kommen. Wird nur ein Teil des Erl\u00f6ses gespendet so ver\u00e4ndert sich nach meiner Erfahrung das Ganze. Nat\u00fcrlich kann man Unkosten, die entstehen wie z.B. f\u00fcr Einladungen verschicken, Zutaten zur Suppekaufen u.s.w. vom Erl\u00f6s abziehen. Oft findet man aber auch Menschen die gerne bereit sind mitzuhelfen und solche Aufgaben zu \u00fcbernehmen. Als es vor zwei Jahren eine gro\u00dfe EB Aktion auf dem Diessener T\u00f6pfermarkt gab, f\u00fcr das die am Markt teilnehmenden T\u00f6pfer \u00fcber 900 Schalen gespendet hatten haben sich die Diessener Gastwirte bereit erkl\u00e4rt kostenlos das Suppenkochen zu \u00fcbernehmen. Weil dann bereits am ersten Tag fast alle Schalen verkauft waren, wir aber f\u00fcr vier Tage Suppen organisiert  hatten haben wir  die restlichen Tage jede bei einem T\u00f6pfer auf dem Markt gekaufte Schale f\u00fcr einen moderaten Betrag mit Suppe gef\u00fcllt. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur spielen kommerzielle \u00dcberlegungen keine Rolle, auch die \u00e4stethischen Kriterien, die sonst oft so wichtig sind  treten meiner Erfahrung nach  eher in den Hintergrund. Nat\u00fcrlich freut man sich \u00fcber eine besonders gelungene, sch\u00f6ne Schale aber das ist nicht das Wesentliche. Es geht um etwas anderes.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund sind wir auch bei der Aktion auf dem Diessener T\u00f6pfermarkt dazu \u00fcbergegangen die Schalen zu verlosen d.h. jede Schale bekam eine Nummer und jeder Besucher erwarb ein Los ohne genau zu wissen welche Schale er daf\u00fcr bekommen wird.  Da kann es nat\u00fcrlich schon mal vorkommen, dass jemand eine Schale bekommt,  die ihm erstmal nicht so gef\u00e4llt. Aber dieses Verlosen hat den Vorteil, dass es etwas spielerisches, \u00fcberraschendes mit sich bringt  und dass es das, was wir normalerweise tun n\u00e4mlich etwas ganz bestimmtes f\u00fcr uns haben und kaufen zu k\u00f6nnen, umgeht. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei unserem EB Essen zum Abschluss des Symposions werden die Schalenverlost  und wer ganz ungl\u00fccklich ist mit seiner Schale kann immer noch eine kleine Tauschb\u00f6rse er\u00f6ffnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Besonderheit ist f\u00fcr mich, dass es sehr viele verschiedene M\u00f6glichkeiten gibt die Schalen f\u00fcr ein EB Essen zu fertigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das h\u00e4ngt  auch damit zusammen, dass sich im Wesen der Schale ganz vieles ber\u00fchrt. Zum einen ist sie  allt\u00e4glichster Gebrauchsgegenstand auf der anderen Seite aber auch Symbol f\u00fcr Geistiges. Man denke nur an die japanische Teeschale oder die Schalen, die im kirchlichen Ritus verwendet werden. Paulus Berensohn schreibt in seinem Buch, dass sich ihm das Wesen der Schale erst so richtig \u00fcber eine Stelle in einem Buch des franz\u00f6sischen Dramatikers Jean Genet erschlossen h\u00e4tte. Genet beschreibt da seinen Wunsch mit einer einfachen Schale durchs Land zu streifen, einer Schale in der er empfangen m\u00f6chte, was er f\u00fcr sein Leben braucht: gleicherma\u00dfen f\u00fcr K\u00f6rper, Geist und Seele.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses weite Spektrum an Bedeutungen, an Assoziationen und Symbolik er\u00f6ffnetdie M\u00f6glichkeit ganz unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen, jenachdem in welchem Zusammenhang und wer die Schalen macht. Christian hat am Freitagnachmittag bei der F\u00fchrung durch die Werkstatt erz\u00e4hlt, dass er mit einer seiner Klassen schon zum dritten Mal ein EB Projekt durchgef\u00fchrt hat und dass die Arbeit bei jedem Mal intensiver wurde. Daran habe ich gestern bei dem Vortrag von Prof. Sowa  denken m\u00fcssen  weil ein Grund daf\u00fcr vielleicht ist, dass die drei Punkte, die er im Zusammenhang mit dem Kunstunterricht angesprochen hat  n\u00e4mlich das Handwerk, die Gestaltung und das k\u00fcnstlerisch Geistige  beim Machen der Schalen ganz nah beieinander sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch kommt f\u00fcr die Jugendlichen noch die Erfahrung dazu, dass sie aus eigener Kraft etwas schaffen und bewirken k\u00f6nnen was ja eine wichtige Erfahrung ist angesichts der Not, mit der wir tagt\u00e4glich\u00fcber die Medien  konfrontiert sind. Hier an der Schule ist es zudem so, dass einzelne Hilfsprojekte schon seit vielen Jahren unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Beidem  Projekt, das ich im vergangenen halben Jahr mit einer Gruppe von Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren organisiert habe, war noch zus\u00e4tzliches Ziel, dass die Jugendlichen  so viel wie m\u00f6glich selber in die Tat umsetzen von alledem, was zwischen Ton vorbereiten um die Schalen zu machen bis hin zur Organisation des Essens selber an vielen kleinen Schritten notwendig ist wenn man ein EB Essen plant.<\/p>\n\n\n\n<p>So sind wir im vergangenen Herbst mit Schaufel und Hacke und einem Leiterwagen losgezogen und haben an einer Stelle, die uns ein alter Diessener T\u00f6pfer gezeigt hatte Ton gegraben. Den haben wir bei mir in der Werkstatt zerkleinert und erstmal getrocknet, dann im trockenen Zustand mit dem Hammer noch mal zerkleinert und alles mit Wasser bedeckt. <\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnen sollte ich noch, dass wir uns in diesem vergangenen halben Jahr ca. achtmal am Samstagnachmittag f\u00fcr 2 \u2013 3 Stunden getroffen haben wobei nicht immer alle der 14 Jugendlichen dabei waren.  Eigentlich hatte ich vorgehabt auch Bilder von der Aktion zu zeigen. Aber es hat sich ganz am Schluss herausgestellt, dass der Junge, der die Photos machen sollte und auch die ganze Zeit flei\u00dfig fotografiert hat fast ausschlie\u00dflich die M\u00e4dchen der Gruppe portr\u00e4tiert hatte so dass die Bilder f\u00fcr unseren Zweck hier ganz unbrauchbar waren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben dann den fl\u00fcssigen Ton gesiebt und getrocknet und sind dann ans Schalen machen gegangen. In dieser Zeit haben wir auch begonnen uns zu \u00fcberlegen zu welchem Zeitpunkt das Essen stattfinden soll und wo das Geld hingespendet werden soll. Es gab \u00fcber die Kirche und auch die Elternh\u00e4user Kontakte zu verschiedenen Projekten. Die Jugendlichen haben  eine Vorentscheidung getroffen und wir haben an einem der Samstage einen Vertreter eines Projekts, das ein Kinderhaus in Brasilien unterst\u00fctzt, eingeladen und uns alles erkl\u00e4ren und zeigen lassen, auch wie das Geld dorthin gebracht  und was damit dortgemacht wird. Die endg\u00fcltige Entscheidung das Geld dorthin zuspenden wurde dann beim n\u00e4chsten Treffen gef\u00e4llt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Schalen wurden dann glasiert,  bemalt und gebrannt.  Dabei haben wir ganz unerwartet Probleme mit unserem so m\u00fchsam aufbereiteten  Ton bekommen, weil es sich gezeigt hat, dass die verwendete bleifreie Alkaliglasur und der Ton sehr unterschiedliche Spannungen hatten. Das hat dazu gef\u00fchrt, dass die Glasur bei den ersten Schalen,  die wir glasiert und gebrannt haben an den Kante abgesprungen ist. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich war das wirklich ein sehr schlimmer Moment in dem ich mir nat\u00fcrlich gro\u00dfe  Vorw\u00fcrfe gemacht habe vorher nicht noch mehr Proben gemacht zu haben. Die Jugendlichen selber sind erstaunlich pragmatisch mit dieser schwierigen Situation umgegangen. Vielleicht ist ihnen die Erfahrung, dass etwas nicht immer so gelingt wie man es gerne haben w\u00fcrde und wie man es sich vorstellt  n\u00e4her als es uns bewusst ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe dann nach einer spannungsarmen Fertigglasur gesucht mit der wir dann den Rest der  Schalen glasiert haben. Das ging dann Gott sei Dank gut. Aber letztendlich hatten wir dadurch 12 Schalen  weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinterher habe ich mir gedacht, dass es vielleicht besser gewesen w\u00e4re bei diesem ersten Versuch mit dem selber gegrabenen Ton ganz auf die Glasur zu verzichten und erstmal noch mehr Erfahrungen mit dem Ton zu machen. Man h\u00e4tte z.B. den Ton im lederharten Zustand dekorieren,  gl\u00e4tten oder  polieren k\u00f6nnen. Das h\u00e4tte auch die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnet die Schalen in einem kleinen Holzofen zubrennen um so auch das Brennen noch st\u00e4rker mit in den ganzen Prozess einzubeziehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss der Aktion fand heute vor einer Woche  dann das gemeinsame Essen im Anschluss an einen Gottesdienst statt.  Ein Vater hat das Suppenkochen angeleitet, die Jugendlichen haben ab 9 Uhr fr\u00fch Gem\u00fcse klein geschnitten, es gab Stellw\u00e4nde auf denen das Hilfsprojekt vorgestellt wurde und auch einige wenige Photos vom Prozess des Machens und die knapp 60 Schalen sahen in ihrer gro\u00dfen Unterschiedlichkeit   ganz wunderbar aus. Innerhalb von 20 Minuten waren alle Schalen verkauft, der Erl\u00f6s betrug 660 Euro, den die Jugendlichen sehr stolz und gl\u00fccklich  auch sofort an eine Vertreterin des Hilfsprojekts \u00fcbergeben haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachtr\u00e4glich gesehen glaube ich, dass es besser gewesen w\u00e4re, die ganze Aktionsehr viel konzentrierter durchzuf\u00fchren.  Die 7 Monate zwischen Tongraben und dem eigentlichen Essen waren viel  zu lang. Besser w\u00e4re es auch gewesen das Ganze im Sommer zu machen. Gerade das Ton graben und aufbereiten w\u00e4re durch die k\u00fcrzeren Trocknungszeiten sehr viel schneller gegangen. Auch hatten wir zu Beginn geplant, dass jeder neben seinen Schalen f\u00fcr die Aktion auch eine Schale macht, die erf\u00fcr sich als Erinnerung beh\u00e4lt. <\/p>\n\n\n\n<p>Das ging nach den Schwierigkeiten mit der Glasur dann  nicht mehr, weil wir sonst zu wenig Schalen gehabt h\u00e4tten. <\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt ist es sicherlich einfacher, wenn man das erste Mal eine solche Aktion plant den Ton und die Glasur und die Brenntechnik anzuwenden, mit der man vertraut ist. Die Beschreibung der Aktion mit den Diessener Jugendlichen zeigt aber  welche zus\u00e4tzlichen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten es f\u00fcr die Durchf\u00fchrung einer solchen EB Aktion gibt. <\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt genug der Theorie.  Das Symposion ist fast zu Ende, hier stehen alle diese wunderbaren Schalen und warten darauf verlost und mit Suppe gef\u00fcllt zu werden und wenn der eine oder andere jetzt Lust bekommen hat das Ganze auch bei sich auszuprobieren kann ich  versprechen, dass es wirklich funktioniert und viel Freude macht.    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Referat \u00fcber ein Empty Bowls Projekt anl\u00e4sslich des 8.kalkspatz-Symposiums&nbsp; 2007 in M\u00fcnchen&nbsp; Ich will mich kurz vorstellen: ich hei\u00dfe Christoph M\u00f6ller, bin Keramiker, lebe in Diessen am Ammersee und arbeite seit \u00fcber 30 Jahren mit Ton, seit einigen Jahren unterrichte ich auch und gebe Kurse. &nbsp;Zu Beginn meiner Selbstst\u00e4ndigkeit habe ich viele Jahre Gebrauchsgeschirr in &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/emptybowls.de\/?p=91\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eEin Empty Bowls Projekt von Christoph M\u00f6ller\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":85,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-91","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-eb-projekte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=91"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":153,"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/91\/revisions\/153"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/85"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=91"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=91"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/emptybowls.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=91"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}